Schwierigkeitsgrade beim Wandern in Tirol
In Galtür sind die Wandertouren bestens ausgeschildert. Die Farbe auf dem Schild zeigt Ihnen den Schwierigkeitsgrad der vor Ihnen liegenden Strecke. Diese Einteilung ist der Kennzeichnung von Skipisten ähnlich.
Die Schwierigkeitsgrade für Wandertouren:
- Blau: Allgemein zugänglich, keine starken Steigungen oder Gefälle
- Rot: Mittel-schwierig, meist schmal, auch steil
- Schwarz: Schwierig, schmal, steil, oft ausgesetzt, längere gesicherte Kletterpassagen
- Steig: Sehr schwierig, exponiert, ungesicherte Passagen, Absturzgefahr
Blauer Wanderweg – Einfache Touren – Blauer Kreis auf gelbem Schild
Diese Wandertouren stellen keine großen Ansprüche an Erfahrung oder Ausrüstung. Grundsätzlich sind diese Strecken problemlos für alle Wanderer zu bewältigen. Die Wege sind breit und weisen nur geringe Steigungen und Gefälle auf.
Roter Bergweg – Mittelschwierige Tour – Roter Kreis auf gelbem Schild
Die Strecken mit roter Kennzeichnung sind meist schmal und in weiten Teilen auch steil. Wanderer müssen mit gesicherten Kletter- und Gehpassagen rechnen. Alpine Erfahrung und Trittsicherheit sind bei diesen Touren unbedingt nötig. Sie benötigen für rote Bergwege eine entsprechend gute körperliche Grundverfassung, bei der Ausrüstung ist die Mindestausstattung notwendig.
Schwarzer Bergweg – Schwierige Tour – Schwarzer Kreis auf gelbem Schild
Die Touren mit schwarzer Kennzeichnung sind nur für Bergsteiger mit alpiner Erfahrung geeignet. Die Wege sind fast durchgehend steil, sehr schmal und ausgesetzt. Längere gesicherte Geh- und Kletterpassagen sind auf diesen Strecken üblich. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit werden vorausgesetzt. Ausgezeichnete Kondition ist unerlässlich. Bei der Ausrüstung ist die umfangreiche Variante notwendig.
Steig – Sehr schwierige Touren – teils Beschilderung mit „STEIG“
Die extrem schwierigen Steige sind im hochalpinen Gelände zu finden. Die Routen sind meist exponiert und bestehen auch aus ungesicherten Geh- und Kletterpassagen. Die Absturzgefahr ist auf Steigen sehr hoch, da diese Strecken oftmals rutschig sein können. Steige werden nicht gewartet, daher ist die Beschilderung nicht durchgehend vorhanden. Bergsportler, die auf Steigen unterwegs sind, brauchen absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Hochalpine Kletterpassagen dürfen kein Problem darstellen. In den Bereichen Orientierung, Kondition, Beurteilung des Geländes und Ausrüstung darf sich ein Steigkletterer keine Blöße geben.
Achten Sie bitte beim Wandern in Tirol auf Ihre Sicherheit. Eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten sollte für jeden Wanderer eine Selbstverständlichkeit sein. Im Zweifel fragen Sie einfach einen Bergführer in Galtür. Steigern können Sie Ihre Fähigkeiten mit einem Kurs in den Alpinschulen.
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